Potentialausgleich-möglich

Viele Bau­tei­le sind be­reits ge­gen­über ge­rin­gen Span­nun­gen und Strö­men emp­find­lich. Ein Span­nungs­über­schlag im In­ne­ren eines Bau­teils kann zu Vor­schä­di­gun­gen füh­ren, die spä­ter im Gerät zu Aus­fäl­len füh­ren kann.

Um dies zu ver­hin­dern ist auf eine funk­tio­nie­ren­de Er­dung zu ach­ten z.B. durch Ein­hal­ten der not­wen­di­gen Schutz­maß­nah­men der Mit­ar­bei­ter wie Hand­ge­lenk­bän­der. Oder durch eine re­gel­mä­ßi­ge Über­prü­fung der Ab­leit­span­nung sowie des Er­dungs­wi­der­stan­des der Löt­spit­ze zum Netz­ste­cker der Ge­rä­te.

Ein grö­ße­res Pro­blem steckt aber häu­fig im Strom­netz und heißt SEMP – Swit­ching Elec­tro Ma­gne­tic Plus. Tran­si­en­te Stör­spit­zen auf dem Schutz­lei­ter bis in den KV-Be­reich. Ent­stan­den durch Ein/Aus­schal­ten von gro­ßen In­duk­ti­vi­tä­ten, Trans­for­ma­to­ren oder Mo­to­ren. Z.B. in lan­gen In­stal­la­ti­ons­lei­tun­gen wer­den diese nicht über den Schutz­lei­ter zur Erde ab­ge­lei­tet. Sie fin­den den kür­ze­ren Weg: Steck­do­se - Ge­rä­te­ste­cker - Löt­spit­ze – Com­mon Point Ground (CPG) – zur Ge­bäu­de­er­de. Selbst bei kor­rekt an­ge­schlos­se­ner (ge­er­de­ter) Löt­sta­ti­on be­steht daher das Ri­si­ko, ESD- sen­si­ti­ve Kom­po­nen­ten zu schä­di­gen.

Mes­sun­gen haben ge­zeigt, dass be­reits durch Ein/Aus­schal­ten der Neon­be­leuch­tung 29,6 ssV auf dem Schutz­lei­ter vor­han­den sein kön­nen. Diese Span­nungs­spit­zen rei­chen be­reits aus, um ESD sen­si­ti­ve Bau­tei­le zu schä­di­gen.

Bevor eine Ent­schei­dung zur Be­stim­mung der ESD Schutz­er­de ge­trof­fen wird, soll­te daher der Schutz­lei­ter drin­gendst auf Stör­spit­zen über­prüft wer­den. Bei ge­rings­tem Zwei­fel wird an­stel­le des SL der Netz­lei­tung der ge­mein­sa­me Er­dungs­punkt (CPG) am Ar­beits­platz zum ESD Schutz ver­wen­det.

Dies ist je­doch nicht bei allen Löt,- oder Re­work­ge­rä­ten mög­lich. Hier bie­ten die Wel­ler Löt,- und Re­work­sta­tio­nen eine ele­gan­te und ein­fa­che Lö­sung an - einen 3,5 mm Klin­ken­ste­cker. Wird die­ser in die dafür vor­ge­se­he­ne Buch­se ge­steckt, wird der ex­ter­ne Schutz­lei­ter un­ter­bro­chen. In die­sem Falle wäre das Werk­zeug po­ten­ti­al­frei – der schlech­tes­te ESD Schutz. Eine fle­xi­ble Lei­tung am Mit­tel­punkt des Ste­ckers löst das Pro­blem. Das Ende der Lei­tung am ge­mein­sa­men Er­dungs­punkt (CPG) an­ge­schlos­sen – die Löt­spit­ze liegt auf Ar­beits­platz­po­ten­ti­al, einer stör­spit­zen­frei­en Ar­beits­platz­erde. Lei­tungs­en­de mit der Ar­beits­platz­ober­flä­che kon­tak­tiert – der klas­si­sche Po­ten­ti­al­aus­gleich. Die beste Lö­sung, die Löt­spit­ze hat Ar­beits­platz­ober­flä­chen­po­ten­ti­al.